Immer mehr geschützte Bäume werden in der Herrschinger Waldsiedlung Widdersberg extremen Bauvorhaben von Bodenspekulanten geopfert. „Baufrevel“ nannte es dort ein Widdersberger Bürger in der letztjährigen Bürgerversammlung und erhielt dafür viel Beifall.

 

Die SPD Herrsching will das ändern. Als ersten praktischen Schritt haben SPDler und ihre Freunde aus Widdersberg am Ortsweiher einige besonders schöne Bäume mit einem Drahtgeflecht ummantelt, um sie vor der Vernichtung durch den Biber zu schützen. Ihm bleiben noch genug weniger erhaltenswerte Exemplare für den Bau seiner Behausung übrig. Denn auch das ist wichtig.

Beitrag verfasst von:
Ingeborg Donhauser, im Januar 2018

Der SPD-Ortsverein Herrsching beschließt in seiner Versammlung vom 05.12.2017 mit Mehrheit:

  1. Der Ortsverein Herrsching spricht sich gegen die Bildung einer Großen Koalition mit der CDU/CSU aus.
  2. Der Ortsverein Herrsching spricht sich für die Tolerierung einer Minderheitsregierung – in welcher Form auch immer – aus.

Diesen Beschlüssen ging in der gestrigen Mitgliederversammlung in der Gaststätte Pier 48 eine lebhafte und zum Teil kontroverse Diskussion voraus. Einige GenossInnen befürworteten zunächst eine weitere Beteiligung des SPD an der Bundesregierung, weil es schwer sein werde, künftig fortschrittliche Gesetzesvorhaben ohne eigene Minister und ohne fachliche Unterstützung aus den Ministerien in die Wege zu leiten. Erinnert wurde an soziale Errungenschaften wie den Mindestlohn, die Ehe für alle u. a., die ohne die Initiative der SPD in der letzten Legislaturperiode nicht umgesetzt worden wären. Dasselbe gilt für die neuen SPD-Vorhaben zur Bürgerversicherung, zum bezahlbaren Wohnen u.s.w.. Auch sei die Regierungsbeteiligung für den Ausbau eines demokratischen, solidarischen und sozialen Europas unabdingbar.

Andere sprachen sich hingegen für eine grundlegende Erneuerung der SPD – programmatisch und personell – aus, die nur mittelfristig und in der Opposition möglich sei. Davon verspreche man sich unter anderem auch eine Rückgewinnung abtrünniger SPD-Stammwähler – eine Hypothese, die in der Versammlung nicht unwidersprochen blieb. Ausschlaggebend für die mehrheitliche Entscheidung gegen die GroKo war möglicherweise die von einem Teilnehmer geäußerte Befürchtung, dass Horst Seehofer nach seinem Rückzug als Ministerpräsident in Bayern nun noch mehr Einfluss auf die Politik der Bundesregierung erlangen könnte und am Ende wieder „jeden Schwachsinn á la PKW-Maut und Obergrenze“ durchsetzt.

Text verfasst von Tom Hamaus
Mitglied des Vorstandes
der SPD Herrsching

Wahlkampf-Endspurt heute in Herrsching. Endlich schien die Sonne und man konnte den Skipulli zu Hause lassen. Morgen aber heißt es: Wählen gehen, und zwar Christian Winklmeier (mit der Erststimme) und die SPD – Martin Schulz (mit Ihrer Zweitstimme)!!!

Hier ein Bild von der gestrigen Kundgebung mit Martin Schulz am Marienplatz in München:
Stark fand ich unter anderem, dass Martin Schulz das bezahlbare Wohnen – das Thema unserer letzten öffentlichen Veranstaltung in Herrsching – als ein GRUNDRECHT bezeichnet hat. Vermisst habe ich allerdings eine Aussage zur Steuerpolitik, insbesondere zur überfälligen Einführung einer Umsatzsteuer auf den Kapitalverkehr, mit der man eine Senkung der Einkommenssteuer für Klein- und Mittelverdiener finanzieren könnte.
Tom Hamaus


Liebe Freunde der SPD, liebe Genossinnen und Genossen,

wir machen heute kein Sommerfest. An dem Seeufer wo wir feiern wollten ist alles nass und matschig. Das macht keinen Spaß.

Einen schönen Tag

Werner

Werner Odemer
Vorsitzender der SPD Herrsching
Im Neubruch 3
82211 Herrsching-Breitbrunn
Tel.: 08152 96010

Die Herrschinger SPD veranstaltet schon am kommenden Sonntag, 10. September 2017, wieder ihr bereits traditionelles Spätsommerfest mit u.a. unserem Bundestagskandidaten Christian Winklmeier und Ihren Gemeinderäten.

Wo: alter Sportplatz am See an der Rieder Straße,
Zeit: 14 bis 18 Uhr.

Wir freuen uns auf viele Besucher*innen, interessante Diskussionen, viel Spaß bei diversen Spielen, Brotzeit, kalten Getränken, Kaffee und Kuchen sowie – hoffentlich – schönem Wetter.

Ihre SPD Herrsching

An folgenden Samstagen veranstalten wir in Herrsching Infostände:

  •  am 9. September von 10 bis 13 Uhr vor dem Supermarkt REWE in der Gewerbestraße;
  •  am 16. September von 9 bis 12 Uhr (Achtung: geändert!) am Wochenmarkt vor der VR-Bank am Bahnhofsplatz und
  •  am 23. September von 10 bis 13 Uhr vor dem Supermarkt EDEKA in der Mühlfelder-/Ecke Seestraße.

Wer sich über das Wahlprogramm der SPD informieren und mit uns diskutieren möchte, ist herzlich willkommen. Unser Bundestagskandidat Christian Winklmeier wird zeitweise anwesend sein.

Im Landkreis gedachte man Ende April an die Auflösung des KZ Dachau und an den Todesmarsch der Häftlinge, die mehr tot als lebendig  durchs Würmtal und weiter über Starnberg, Aufkirchen  und Aufhausen nach Süden getrieben wurden. In den letzten Jahren war immer wieder die Frage zu hören, ob ein Gedenken noch zeitgemäß oder notwendig sei. Doch das Erstarken rassistischen Gedankengutes und rechter oder rechtsextemer Gruppierungen in Deutschland und Europa zeigt uns, dass wir auf die Demokratie aufpassen müssen und da gehört das Erinnern an die dunkelste Zeit dazu.

Beitrag entnommen aus: http://spd-kreis-starnberg.de

Passend zum Thema der öffentlichen Veranstaltung am 11. April 2017 waren auch die Sitzplätze an diesem Abend heiß begehrt. Es ging um das – nicht nur im Fünfseenland – äußerst knappe Gut: das bezahlbare Wohnen. Weit über 40 Gäste drängten sich im Kaminzimmer der Gaststätte Ammersee Alm, in die der Herrschinger SPD-Ortsverein und der Bundestagskandidat der SPD, Christian Winklmeier, zur Diskussion über dieses Thema eingeladen hatten. Referenten und Diskussions-Teilnehmer waren neben Winklmeier auch die ehemalige Gautinger Bürgermeisterin Brigitte Servatius und der SPD-Wohnungsbauexperte Dr. Ernst Böhm, Gründer der B&O Wohnungswirtschaft, Bad Aibling.

Eingangs erläuterte der Volkswirt Christian Winklmeier die Gründe für den rasanten Anstieg der Boden- und Wohnungspreise in den Ballungsgebieten generell und im Fünfseenland im Besonderen. Bessere Chancen, eine qualifizierte Arbeit oder Ausbildung zu finden, sowie gute Freizeitmöglichkeiten und Kulturangebote ziehen insbesondere junge Menschen nach München und sein Umland. Die steigende Nachfrage nach Wohnraum treibt die Boden- und Mietpreise in die Höhe, was wiederum die Bauland-Besitzer animiert, mit der Bebauung auf den nächsten Preisschub zu warten. Die Forderung nach einer Bodenpreisbremse wird landläufig immer lauter, doch wie kann sie umgesetzt werden?

Brigitte Servatius berichtete über ihre Erfahrungen mit dem sozialen Wohnungsbau als Bürgermeisterin in Gauting und wies darauf hin, dass Herrsching eine vergleichsweise hohe Zahl an Sozialwohnungen (307) hat. Das eigentliche Problem, so die Sozialreferentin der Gemeinde Herrsching Hannelore Doch, seien Mietwohnungen für Bürger mit Einkommen knapp oberhalb des Limits für Sozialwohnungs-Berechtigung. Die existierten im Fünfseenland praktisch nicht. „Menschen, die bei uns Dienstleistungsarbeit verrichten, können sich das Wohnen in Gauting nicht leisten“, so Servatius. Auch sie hält eine Preisbremse für notwendig. Eine Möglichkeit sei die Förderung einer sparsamen Bauweise. „Neubauten mit extrem hohem Wohnstandard wie mit elektronischer Belüftungssteuerung, Wärmerückgewinnung und ähnl. sind nicht notwendig und verursachen zudem auch noch zusätzliche laufende Betriebskosten für Wartung und Instandhaltung“.

Dr. Ernst Böhm wies auf die relativ preiswerte Möglichkeit, neuen Baugrund zu schaffen durch Überbauung von öffentlichen Parkplätzen, wie es die Stadt München bereits beim Dantebad umgesetzt hat. Laut Böhm könnten in Mehrfamilienhäusern rund 100 Menschen untergebracht werden. Werner Odemer, der Herrschinger SPD-Vorsitzende, brachte für Herrsching den P&R-Parkplatz am Ländtboden zur Sprache. Bürgermeister Christian Schiller, der auch anwesend war, äußerte sich dazu nicht. Des Weiteren warnte Böhm davor, das Wohnungsproblem allein „durch die eigene Brille“ zu betrachten. Seit dem zweiten Weltkrieg stieg der Wohnflächenverbrauch stetig: 1948 betrug die Wohnfläche im Durchschnitt 10 qm pro Kopf, 1960 28 qm und heute sind es 48 qm. Das ist Luxus, der nicht notwendig sei.

In seiner Wortmeldung forderte der Herrschinger Architekt Heiner Förderreuther steuerliche Maßnahmen gegen Zweit- und Drittwohnungsbesitzer, die die Wohnungen leer stehen lassen. Auch der ehemalige Herrschinger Gemeinderat Wolfgang Schief berichtete von einem in Berlin geltenden „Zweckentfremdungsverbot“ für nicht genutzten Wohnraum und fragte, ob eine solche Vorschrift auch in Herrsching angewandt werden könne. Winklmeier wies auf die bestehende Möglichkeit hin, die so genannte „Grundsteuer C“ anzuwenden. Damit könnte die Gemeinde Eigentümer von Baugrundstücken, die länger als fünf Jahre nicht bebaut werden, zur Bebauung motivieren. Gerd Mulert regte in seiner Wortmeldung eine Änderung der in Herrsching geltenden Stellplatzsatzung an, die es ermöglicht, Bauvorhaben auch mit wenigen Stellplätzen zu bewilligen. Laut Böhm existieren in der Gemeinde Ebersberg legale Neubauten mit nur 6 Stellplätzen für 22 Parteien. Bürgermeister Schiller ging auf all diese Fragen nicht ein.

Abschließend unterstrich Böhm, dass eine rasche Lösung des Wohnungsbauproblems nicht ohne folgende Maßnahmen möglich sein wird: Nachverdichtung der innerörtlichen Bebauung, steuerliche Anreize, Beschleunigung des Baugenehmigungsverfahrens sowie Schaffung intelligenter Grundrisse verbunden mit effizienter Bauweise.

Bericht von: Tom Hamaus (SPD Herrsching)