Rede zum Wahlrecht ab 16 für die Europawahlen! – YouTube
Der Bundestag hat am 10. November 2022 den von den Koalitionsfraktionen vorgelegten Gesetzesentwurf gegen die Stimmen von Union und AfD gebilligt.
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Der Bundestag hat am 10. November 2022 den von den Koalitionsfraktionen vorgelegten Gesetzesentwurf gegen die Stimmen von Union und AfD gebilligt.
Mehr als hundert Herrschingerinnen und Herrschinger zogen am Freitag, 14.10.2022, zusammen mit der Gemeinde- und Kreisarchivarin Dr. Friedrike Hellerer durch die Straßen der Gemeinde und entlang der Seepromenade, um mehr über Herrschings Geschichte in der Zeit des nationalsozialistischen Terrorregimes vor rund 80-90 Jahren zu erfahren. Der Start der von der Herrschinger SPD initiierten Veranstaltung war um 16 Uhr vor der Herrschinger Hochschule für den öffentlichen Dienst (im Volksmund Finanzschule) an der Rauscher Straße.
Der monumentale Bau der Finanzschule wurde 1935 vom damaligen Staatssekretär im Reichs-Finanzministerium Fritz Reinhard, einem Herrschinger, als erste „Reichssteuerschule“ gegründet und galt damals als Blaupause für eine Reihe ähnlicher Schulen, die danach im ganzen Reich errichtet wurden. Sie sollte als Ausbildungszentrum für die NS-Ideologie und Judenhass dienen. Von Beginn an war Juden der Zutritt verwehrt. Der überdimensionale Adler, der oberhalb der Freitreppe am Haupteingang angebracht ist, hielt damals ein Hakenkreuz in seinen Krallen.
Der Bau der Schule zog damals zahlreiche auswärtige Arbeiter in die damals erst rd. 2000 Einwohner zählende Gemeinde, später auch hunderte Studenten und Lehrkräfte. Herrsching war damals noch keine eigenständige Gemeinde, sondern ein Ortsteil von Andechs-Erling. Viele Bewohner waren mächtig stolz, dass Herrsching Sitz einer so wichtigen Reichsinstitution war, die deshalb oft auch in der Berliner Presse genannt wurde.
Im weiteren Verlauf der Tour durch Herrsching nannte Dr. Friedrike Hellerer einige weitere prominente Herrschinger NS-Größen, z. B. den damaligen Reichsminister und Generalgouverneur Polens Hans Frank, der „Polenschlächter“ genannt wurde, ferner den Arzt und sog. „Rassenforscher“, Begründer der Eugenik (damals „Rassenhygiene“ genannt) Alfred Ploetz, den Architekten, „Reichsbaumeister“ und Miterbauer der Bauten auf dem Obersalzberg Roderich Fick, die Amerikanerin Madeleine Ruoff, eine Tochter der US-Milliardärsfamilie Du Pont, die der nationalsozialistischen Ideologie sehr zugewandt war, Herrsching aber zahlreiche Geschenke machte (Kindergarten an der Seestraße, Seewinkel…). Erwähnt wurde auch der Herrschinger Claus von Pape, der während des Hitlerputsches 1923 bei der Auseinandersetzung mit der Landespolizei in München starb und deswegen bei den Nazis als Märtyrer galt – ihm wurde deshalb die heutige Schönbichlstraße gewidmet. Wie aus dem oben abgebildeten Ortsplan ersichtlich ist, wurde in der NS-Zeit eine ganze Reihe Herrschinger Straßen umbenannt, so z. B. Zum Landungssteg in Adolf-Hitler-Straße, die Bahnhofstraße zu Hindenburgstraße, die Seestraße zu Fritz-Reinhard-Straße u.a.m..
Am Ende der Veranstaltung spendeten die Teilnehmer*innen Frau Dr. Friedrike Hellerer einen lang anhaltenden Beifall. Sie kündigte dann auch eine andere Veranstaltung für den 11. und 13. November im Rathaus an, in der sie über Euthanasie im Landkreis Starnberg während der NS-Zeit berichten will. Genaue Daten werden noch veröffentlicht. Die Herrschinger SPD freut sich sehr über die große Resonanz der Veranstaltung und dankt Frau Dr. Hellerer für die hervorragende Führung.
Nach langer corona-bedingter Pause fand am 15.06.2022 in der Gaststätte Ganpati die diesjährige Jahreshauptversammlung der Herrschinger SPD statt. Anwesend waren 13 Mitglieder und die Vorsitzende des SPD-Unterbezirks Starnberg, Christiane Feichtmeier.
Zu Beginn wurde einstimmig eine Satzungsänderung verabschiedet, nach der in Zukunft auch eine Doppelspitze den Ortsverein führen kann. Danach präsentierte Tom Hamaus eine Chronik der Aktivitäten des Ortsvereins seit der lezten Jahresversammlung im September 2020. In den letzten zwei Jahren konnten – bis auf wenige Bundestags-Wahlkampfstände im Sommer 2021 – keine öffentlichen Veranstaltungen durchgeführt werden. Auch die insgesamt 14 Vorstandssitzungen mussten wegen der Lock-down-Maßnahmen ausschließlich on-line abgehalten werden.
Erfreulich war, dass im September 2021 unsere Kandidatin Carmen Wegge in den Bundestag gewählt wurde. Der Vorstandsbericht und die Initiativen der Herrschinger SPD sind aus den nachfolgenden Bildern ersichtlich.
Bei den anstehenden Vorstands-Neuwahlen wurde erwartungsgemäß Werner Odemer einstimmig als Vorsitzender bestätigt. Seine Stellvertreter*innen wurden erneut Gabriele Frey, Veronika Schnell und Hans-Hermann Weinen. Als Kassenwart wurde Stefan Rauch wiedergewählt, ebenso die Schriftführerin Renate Mengen und der Medienbeauftragte Tom Hamaus. Beisitzer wurden Ingeborg Donhauser, Thomas Dalibor, Peter Günter und Hildegard Wienholt, als Revisoren Adi Boger und Fritz Voigtländer.
Am 30.7.2022 kommt Carmen Wegge nach Herrsching zu unserem SPD-Infostand am Wochenmarkt, am 24.7. ist der Empfang der Kreis-SPD in Andechs. Die nächste Vorstandssitzung findet am 12.7. um 19.30 wieder im Ganpati statt.
Den berühmten Beatles-Song sangen die rund 200 Teilnehmer*innen zum Abschluss der Friedenskundgebung am Freitagabend vor dem Rathaus in Herrsching. Aufgerufen dazu haben die Landkreisparteien GRÜNE, SPD, FDP und ÖDP gemeinsam. In ihren Redebeiträgen verurteilten Bürgermeister Christian Schiller, die Landtagsabgeordnete der Grünen Anne Franke sowie die Kreisrät*innen Christiane Feichtmeier (SPD) und Cédric Muth (FDP) den Angriff von Putins Truppen auf die Ukraine einhellig auf das Schärfste und versprachen den Geflüchteten Unterstützung.
Ortsvereinsvorsitzender: Werner Odemer
Im Neubruch 3
82211 Herrsching
Tel.: 08152 967896
E-Mail: odemer@odemer.com
Bitte unterstützen Sie unsere Arbeit durch eine Spende (steuerlich abzugsfähig!).
SPD Ortsverein Herrsching
VR-Bank Starnberg-Herrsching-Landsberg
IBAN: DE06 7009 3200 0000 0367 06