Wir freuen uns über Ihren Besuch auf der Internetseite der SPD Herrsching. Sie können sich nun auch auf diesem Weg über unsere Arbeit informieren.
Sozialdemokraten haben sich seit jeher vor allem für mehr Gerechtigkeit eingesetzt. Das heißt für uns z.B.: gleiche Bildungschancen für alle Kinder, gerechte Verteilung unseres Wohlstands, Erhalt der wunderbaren Natur am Ammersee, lebendige und solidarische Bürgergemeinschaft und eine sichere und entspannte Verkehrssituation.
Wir arbeiten daran. Machen Sie mit!
Aktuell
Mit diesem Brechtschen Zitat ermahnte der Seefelder Schriftsteller Gert Heidenreich die rund 400 Teilnehmer*innen der Kundgebung „Herrsching ist bunt! Für Demokratie und Menschenrechte!“ am Samstagnachmittag am Herrschinger Kurparkschlösschen, sich aktiv gegen den zunehmenden politischen Rechtsruck und für Demokratie zu engagieren. Selbst strömender Regen hielt viele Herrschingerinnen und Herrschinger nicht davon ab, dem Aufruf der beiden Pfarrgemeinden und mehr als 20 anderer Organisationen, Parteien und Firmen zu folgen, in einem Demonstrationszug vom Alten Sportplatz entlang der Seepromenade bis zum Kurpark ihren Protest gegen rechtsradikale Gruppierungen zum Ausdruck zu bringen.









Angeführt wurde der Zug von der Hechendorfer Trommlergruppe Sambavaria. In der Abschlusskundgebung am Schlösschen erinnerte die Kreis- und Gemeindearchivarin Dr. Friedrike Hellerer daran, wie schnell die Demokratie vor 90 Jahren in Deutschland zugrunde ging, weil man rechtsradikale Tendenzen damals nicht ernst genug nahm. Das soll uns eine Mahnung sein! Musikalisch begleitet wurde die Kundgebung von Ricardo Volkert und Ludwig Himpsl.

Herrschings Evangelische und Katholische Kirchengemeinde haben gemeinsam eingeladen zur Demo für Demokratie und Menschenrechte am Samstag, 16. März 2024. Start ist um 14.30 Uhr am „Alten Sportplatz“. Wir, die SPD Herrsching machen dabei aktiv mit.
Jetzt setzen auch in Herrsching Bürgerinnen und Bürger, Initiativen und Parteien ein Zeichen gegen Rassismus und Menschenfeindlichkeit. Mit einer Kundgebung am Samstag, 16. März machen sie sich stark für Vielfalt und Menschenrechte. „Wir wollen kein Zurück zu Nationalismus und Faschismus. Wir stehen für Stärkung demokratischer Kräfte in Staat und Gesellschaft.“, so heißt es im Aufruf zur Kundgebung.
Die Demo startet um 14.30 Uhr mit einer kurzen Auftaktveranstaltung am Alten Sportplatz (Ecke Rieder Str. / Madeleine-Ruoff-Str.). Mit Trommelklängen der Gruppe „Samabavaria“ geht der Zug dann an der Seepromenade entlang zum Kurpark. Auf der Abschlusskundgebung um ca. 15.30 Uhr am Kurparkschlösschen spricht unter anderem die Historikerin Dr. Friedrike Hellerer. Für Musik sorgen Ricardo Volkert und Ludwig Himpsl. Die Veranstalter freuen sich über pointierte und humorvolle Transparente. Kommt bitte alle hin und zeigt Haltung!
Die Initiative zur Demonstration geht von der Katholischen und der Evangelischen Kirchengemeinde aus. Sie wird von zahlreichen Herrschinger Organisationen unterstützt, so etwa: Asylhelferkreis der lokalen Agenda 21, Bündnis 90/Die Grünen, Bürgergemeinschaft Herrsching, Cafe Bla Bla, CSU, Förderverein Gymnasium, FDP, Gartenbauverein Breitbrunn, Herrschinger Insel e.V., Herrschinger Segelclub, Hilfsdienst Herrsching e.V., Initiative DO IT e.V., Indienhilfe e.V., Kath. Frauenbund Herrsching, Kindergarten Kindertreff, Künstlerkreis Ammersee, Kulturverein, Landesbund für Vogelschutz Starnberg, Maria 2.0, Pro Natur e.V., Seniorenbeirat, Sektion Vierseenland DAV, SPD, Tafel Herrsching, Verein für Archäologie und Geschichte, Wir schaffen das e.V. Dazu kommen Gewerbetreibende wie AkuRat Immobilien und die Kaffeerösterei am Ammersee.
Siebzehn der insgesamt 39 Mitglieder des SPD-Ortsvereins Herrsching wurden am 21. Februar 2024 im Andechser Hof vom Vorstandsvorsitzenden Werner Odemer für ihre mehr als 40-Jährige Treue feierlich geehrt.
Die beiden „Dienstältesten“, Adi Boger und Elina Pickelmann, die schon 55 Jahre dabei sind, waren an diesem Abend jedoch verhindert. Persönlich entgegennehmen konnten die vom Bundes- und dem Bayerischen Parteivorstand unterschriebenen Ehrenurkunden zehn anwesende Genossinnen und Genossen – siehe oberes Bild. Es zeigt von links nach rechts Dr. Renate Mengen (45 Jahre bei der SPD), Ute Kaspar (46 J.), Doris Schleuter, Fritz Voigtländer und Sibylle Bajorat (alle 48 J.), Tom Hamaus (52 J.), Gaby Martis (46 J.), Peter Günther (51 J.), Werner Odemer (49 J.) und Gabriele Frey (45 J.).
In einer kurzen Powerpoint-Präsentation ließ Tom Hamaus, einer der Geehrten, die politischen und gesellschaftlichen Highlights der Jahre 1969 (Parteieintritt der ältesten Jubilare) bis 1984 (also vor 40 Jahren) Revue passieren: die erste bemannte Mondlandung, den Vietnamkrieg, in Deutschland die erste sozial-liberale Koalition 1969 unter Willy Brandt. Für viele der Anwesenden war Willy Brandt der Grund für ihren Parteieintritt.
Aus den siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts erinnerte Hamaus an schöne wie auch schreckliche Momente wie die Olympiade in München mit dem PLO-Anschlag auf die israelische Olympiamannschaft, den Jom-Kippur-Krieg 1973, die erste Ölkrise und den RAF-Terror mit der Ermordung von Hans-Martin Schleyer. In der Bundespolitik ging es schon damals turbulent zu: der erste Versuch der CDU-Opposition, die Regierung Brand 1972 zu stürzen, scheiterte. Aus der vorgezogenen Bundestagswahl errang die SPD kurz darauf aber ihren historisch höchsten Wahlsieg. Willy Brandt hatte sich mit seiner Politik der Annäherung zwischen Ost und West durchgesetzt.
Im Mai 1974 trat Willy Brand wegen eines Spionagefalls in seiner Umgebung zurück, Helmut Schmidt wurde Bundeskanzler. Einer der Höhepunkte danach war die Reform des Ehe- und Familienrechts. Bis dahin mussten z. B. Frauen ihren Ehemann um Erlaubnis bitten, wenn sie berufstätig sein wollten. Mithilfe einiger Überläufer im Bundestag gelang es der CDU/CSU 1983 jedoch, Helmut Schmidt als Bundeskanzler abzuwählen. Das war das Ende der sozial-liberalen Ära. Helmut Kohl wurde Bundeskanzler, erstmals wurden allerdings auch die Grünen in den Bundestag gewählt. Für Empörung bei den Konservativen im Land sorgte der Auftritt von Joschka Fischer in Turnschuhen bei seiner Vereidigung als hessischer Umweltminister.
Bundespräsident war damals Richard von Weizsäcker (CDU). Hamaus erinnerte an dessen Rede zum 40. Jahrestag des Kriegsendes, in der Weizsäcker sagte, dass der 8. Mai 1945 für die Deutschen „ein Tag der Befreiung“ war – für konservative Wähler ein Skandal. Weltpolitisch war die Zeit gekennzeichnet durch massive Aufrüstung in Ost und West, wogegen sich Widerstand regte (Ostermärsche). Man erkennt einige Parallelen zur heutigen Zeit.
In einer gemütlichen Runde mit Sekt und Erlebnisberichten aus der damaligen Zeit klang der Abend aus. Heiterkeit lösten Jugendfotos einiger der Geehrten mit Dauerwelle, Vollbart, langen Haaren und Motorrad aus (siehe unten) – die Aufgabe war, zu erraten, who is who.
